Segway Navimow i105E im Test: kabelloser GPS-Mähroboter
Der Segway Navimow i105E mäht ohne Begrenzungskabel per VisionFence-Kamera und EFLS-Ortung. Was der kabellose GPS-Roboter für Gärten bis 600 m² laut Test 2026 taugt.
Das spricht dafür
- Kein Begrenzungskabel nötig – kabellose Einrichtung über satellitengestützte EFLS-Ortung statt Kabelverlegung
- VisionFence-Kamera als zusätzlicher Navigations-Assistent für engere Stellen
- Vergleichsweise günstiger Einstieg in die kabellose GPS-Klasse (laut Marktbeobachtung unter 1.000 €)
- Leiser Betrieb mit rund 58 dB(A) laut Herstellerangabe
- App-Steuerung mit Zeitplänen, Sperrzonen und Diebstahlschutz serienmäßig
Das spricht dagegen
- Nur 600 m² Maximalfläche – für größere Grundstücke zu klein dimensioniert
- Steigung bis 30 % laut Datenblatt – weniger als RTK-Konkurrenten mit oft 45 %
- Am Mährand sind nur bis 10 % Neigung erlaubt – Hangkanten bleiben ein Problem
- An Kanten bleibt – wie bei fast allen Mährobotern – ein Streifen stehen, Nacharbeit mit dem Trimmer nötig
Ein Mähroboter, der ohne Begrenzungskabel auskommt und sich per Satellit zentimetergenau orientiert – das war lange der Oberklasse vorbehalten. Der Segway Navimow i105E bringt diese kabellose GPS-Navigation in eine Preisklasse, die für viele Hausgärten erschwinglich ist. Ich habe mir Datenblatt, unabhängige Tests und Herstellerangaben angesehen und ordne ein, wo das Konzept überzeugt und wo es an Grenzen stößt.
Wichtig vorab, weil es zu meinem Versprechen gehört: Ich habe dieses Gerät nicht selbst wochenlang im Garten vermessen. Was hier steht, stützt sich auf das Datenblatt von Segway, auf unabhängige Fachtests und auf die Erfahrung mit dieser Geräteklasse. Ich prüfe gründlich, bevor ich empfehle – und sage dir, woher eine Aussage stammt.
Wie navigiert der Navimow i105E ohne Kabel?
Der i105E orientiert sich über die satellitengestützte EFLS-2.0-Ortung mit rund 2 cm Genauigkeit und nutzt die VisionFence-Kamera als zusätzlichen Assistenten – ganz ohne Begrenzungskabel. Du legst die Mähfläche einmalig per App fest, danach plant der Roboter vor jedem Mähgang eine feste Route und fährt in geraden Bahnen. Das ergibt ein gleichmäßiges Schnittbild und unterscheidet ihn von rein kamerabasierten Geräten wie dem Worx Vision M800 ohne Begrenzungskabel, der allein dem Kamerabild vertraut.
Der Vorteil liegt auf der Hand: keine Kabelverlegung, kein Installationsnachmittag. Genau dieser Schritt kostet bei klassischen Modellen Stunden – wie aufwendig das ist, zeigt der Ratgeber zum Begrenzungskabel richtig verlegen. Wer zwischen den Navigationsarten schwankt, findet im großen Mähroboter-Vergleich 2026 die Einordnung nach Gartentyp.
Wie groß darf der Garten sein?
Laut Herstellerangabe ist der Navimow i105E für Flächen bis 500 m² ausgelegt, je nach Gartenform sind bis zu 600 m² möglich. Damit deckt er kleine bis mittlere Hausgärten ab. Die Maximalangabe gilt aber, wie immer in dieser Klasse, für eine eher offene Wiese. Jede Engstelle und jede getrennte Zone kostet Akku und Zeit – bei stark verwinkelten Gärten ziehst du besser spürbar von der Quadratmeterzahl ab.
Bei der Steigung ist der i105E mit 30 % laut Datenblatt zurückhaltender als RTK-Konkurrenten, die 45 % schaffen. Heikler ist ein Detail aus dem Datenblatt: Am Rand der Mähfläche darf die Neigung nur rund 10 % betragen. Ausgeprägte Hangkanten sind damit ein echtes Problem. Für einen kleinen, eher ebenen Rasen ist das kein Thema – wer eine Böschung hat, sollte das vor dem Kauf ernst nehmen.
Was taugt die Mähleistung in unabhängigen Tests?
In unabhängigen Fachtests gilt die Navigation des i105E als zuverlässig – ein spürbarer Fortschritt gegenüber früheren Navimow-Generationen, die mit der Ortung haderten. Das Schnittbild auf offenen Flächen wird als gleichmäßig beschrieben, der niedrige Geräuschpegel von rund 58 dB(A) laut Hersteller fällt im Alltag positiv auf. Für den Preis bekommst du eine kabellose GPS-Klasse, die früher deutlich teurer war.
Ehrlich bleiben muss ich bei den Grenzen: An Kanten bleibt – wie bei praktisch allen Mährobotern – ein schmaler Streifen stehen, den du mit dem Trimmer nacharbeitest. Und satellitengestützte Systeme brauchen freie Sicht zum Himmel; unter dichten Baumkronen oder zwischen hohen Mauern kann die Ortung schwächeln. Das ist keine Schwäche dieses einen Modells, sondern eine Eigenschaft der Technik.
Akku, Sicherheit und Bedienung
Der i105E bringt App-Steuerung mit Zeitplänen, Sperrzonen und Diebstahlschutz serienmäßig mit und arbeitet mit rund 58 dB(A) angenehm leise. Über die App legst du Mähzeiten fest, sperrst Beete aus und sicherst das Gerät per PIN. Das ist in dieser Klasse heute Standard und beim i105E sauber umgesetzt.
Ein ernster Hinweis, der mir wichtig ist: Stiftung Warentest hat 2026 in der Sicherheitsprüfung mit einer Kinderarm-Attrappe bei zehn von vierzehn getesteten Mährobotern Schwächen festgestellt. Unabhängig vom Modell gilt darum immer: Lass nie einen Mähroboter laufen, wenn Kinder oder Tiere im Garten sind. Das ist die wichtigste Regel im Umgang mit jedem dieser Geräte.
Für wen lohnt sich der Segway Navimow i105E?
Der i105E ist die richtige Wahl, wenn du einen überschaubaren, eher ebenen Garten bis 600 m² hast und kabellose GPS-Navigation zum fairen Preis suchst. Du sparst dir die Kabelinstallation, bekommst eine in Tests als zuverlässig beschriebene Ortung und einen leisen Betrieb. Wer den Komfort der kabellosen Einrichtung über die letzten Prozent Hangtauglichkeit stellt, ist hier gut aufgehoben.
Gegen den i105E sprechen große Grundstücke ab 1.000 m², ausgeprägte Hanglagen über 30 % und vor allem Hangkanten am Mährand. Dann sind ein stärkeres RTK-Modell oder ein klassisches Begrenzungskabel die ruhigere Wahl. Den tagesaktuellen Preis prüfst du am besten direkt bei Amazon, da er bei diesem Gerät stark schwankt.
Häufige Fragen
Braucht der Segway Navimow i105E ein Begrenzungskabel?
Nein. Der Navimow i105E kommt ganz ohne Begrenzungskabel aus. Er bestimmt seine Position über die satellitengestützte EFLS-Ortung mit einer Genauigkeit von rund 2 cm und nutzt zusätzlich die VisionFence-Kamera als Navigations-Assistenten. Du legst die Mähfläche per App fest und musst weder ein Kabel verlegen noch einen Spaten in die Hand nehmen.
Für welche Rasengröße eignet sich der Navimow i105E?
Laut Herstellerangabe ist der i105E für Flächen bis 500 m² ausgelegt, je nach Gartenform sind bis zu 600 m² möglich. Damit ist er ein Modell für kleine bis mittlere Hausgärten. Steigungen bewältigt er laut Datenblatt bis 30 %, am Rand der Mähfläche aber nur bis 10 %. Für große Grundstücke ab 1.000 m² ist er bewusst zu klein dimensioniert.
Wie genau navigiert der Segway Navimow i105E ohne Kabel?
Segway gibt für die EFLS-2.0-Ortung eine Genauigkeit von rund 2 cm an. Der Roboter plant vor dem Mähen eine feste Route und fährt in geraden Bahnen, was ein gleichmäßiges Schnittbild ergibt. Die VisionFence-Kamera hilft an engeren Stellen und bei Hindernissen. In unabhängigen Tests gilt die Navigation des i105E als zuverlässig – ein Fortschritt gegenüber früheren Navimow-Generationen.
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